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Während des Spätsommers
wurden im Gleisbogen bei km 3,2 an zwei Samstagen die ersten 10 von
insgesamt 70 Stahlschwellen von Hand gegen Betonschwellen
ausgetauscht. Es war also anstrengende körperliche Arbeit angesagt –
beinahe wie der Alltag bei einer „echten“ Bahnmeisterei. Deshalb
hier eine Kurzbeschreibung, wie wir an die Lösung der Aufgabe
herangingen.
Zunächst wird der
Schotter aus dem Schwellenfach neben der zu tauschenden (Stahl-)Schwelle
ausgehoben – bei uns kam hier zur Erleichterung der Zweiwegebagger
mit dem schmalen Greifer zum Einsatz. Dann kann die alte
Stahlschwelle losgeschraubt und entfernt werden.
Nach diesem ersten
Schritt geht es an den Einbau der Betonschwelle. Hierzu bereitet man
den Raum, an dem die einzubauende Betonschwelle zu liegen kommt -
soweit machbar - mit dem Bagger vor. Die Herstellung des möglichst
eben beschaffenen Planums im Schotterbett bleibt jedoch der
Handarbeit mit der Schottergabel vorbehalten. Nun kann die
Betonschwelle vorsichtig von der Seite mit Hilfe des Baggers unter
den Schienen hindurch an ihrem künftigen Platz eingeführt werden.
Mit einfachen Hilfsmitteln wird sie dann von Hand ausgerichtet und
mit dem Motorschrauber an den Schienen befestigt. Dann ist wieder
Muskelkraft gefragt; der unter der Schwelle befindliche freie Raum
muss wieder von Hand mit der Schottergabel gefüllt werden um eine
möglichst gleichmäßige Auflage auf dem Untergrund zu erhalten. Der
Bagger kann nun das leere Schwellenfach bis zur Schienenoberkante
mit frischem Schotter füllen. Abschießend kommt dann der mit einem
Verbrennungsmotor betriebene Stopfhammer zum Einsatz, mit dem dann
eine stabile Lage der Schwelle hergestellt wird.
Das Ganze dauert, je
nach Anzahl der Beteiligten sowie deren körperlicher Konstitution,
rund eine halbe Stunde je auszutauschender Schwelle. Vorausgesetzt
ist hierbei, dass die benötigten Baustoffe und Geräte griffbereit
liegen und einsatzbereit sind.
Nebenbei bemerkt: Eine
Stahlschwelle hat ein Gewicht von ca. 80 kg, eine Betonschwelle
wiegt ca. 250 – 300kg.
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